Jürgen Heinrichs zu den neuesten Ankündigungen des Projektentwicklers Schneider:
Doch noch Rettung für die Bauruine Stadthalle? Nein, nur ein weiterer unseriöser Versuch des Projektentwicklers Hermann-Josef Schneider, die Verantwortlichen der Stadt wieder einmal am Führring durch die politische Arena zu ziehen.
Während Bürgermeister Larue weiterhin die Strategie verfolgt, die unliebsamen Details der total missglückten städtischen Verträge mit Schneider vor der Öffentlichkeit zu verschweigen , produziert Schneider eine hoffentlich letzte Chimäre in Sachen Hotel-Finanzierung. Schneiders Manöver ist dieses Mal so durchsichtig, dass selbst der CDU-Fraktionvorsitzende Karl-Albert Eßer sich öffentlich wundert.
Projekt-Entwickler Schneider will jetzt die staatliche Bank KfW einspannen. Für sein neues Vorhaben hat er angeblich schon erste positive Signale aus dem Bundeswirtschaftsministerium.
Doch Schneiders Visionen entlarven sich schnell als ein weiteres Ablenkungsmanöver. Schneider spricht von einer Haftungsfreistellung von 90%, d.h. es blieben nur 1,5 Millionen Euro als Risiko für die Sparkasse. Richtig ist, dass die EU-Richtlinien in der Regel eine Haftungsfreistellung von 80% vorsehen und damit -sollte die staatliche KfW tatsächlich ohne Bürgschaft der Stadt kreditwillig sein- ein ungedeckter Betrag von 3 Millionen Euro auf die Stadt bzw. die Stadtsparkasse zukäme.Warum hinterlegt der Projektentwickler nicht einfach diese Summe als Sicherheit bei der Sparkasse? Bei dem von ihm prognostizierten wirtschaftlichen Erfolg des Hotelprojekts dürfte das für ihn doch kein Problemn sein.
Den Sparkassenkunden kann man nur gratulieren zu der Vorsicht ihres Vorstandes. Dieser Herr Schneider selber ist wieder einmal mittellos und kann auch keinen liquiden Bürgen auftreiben. Alles wie gehabt. Was bleibt ist der Versuch, die poltitische Idee eines 4-Sterne Hotels , für die kein privater Investor gefunden werden kann , letztlich auf "Teufel komm raus" mit öffentlichen Mitteln zu realisieren. Sollte sich auch der Bertrieb des Hotels später. als unwirtschaftlich erweisen, müsste die Stadt wahrscheinlich auch noch als Betreiber einspringen. Ein Fass ohne Boden.
Angesichts der dramatischen Fehlbeträge im städtischen Haushalt müsste man von einer verantwortungsvollen politischen Führung erwarten, dass sie die gemachten Fehlern öffentlich eingesteht. Vor allem müßten die Veranrtwortlichen an dem Stadthallen-Debakel auch hinsichtlich ihrer Haftungsverpflichtungen klar benannt werden. Das wären erste nachvollziehbare Maßnahmen zur Beedigung des Schreckens Bauruine Stadthalle. Ein weiteres Abwarten oder Beschweigen vergrössert nur den Schaden.
Wie lange noch müssen die Bürger Dürens dieses Trauerspiel – oder ist es eine Tragikomödie – hinnehmen? Wer schafft uns diesen so genannten Projektentwickler zu welchen Konditionen vom Hals? Wann endlich stellt die Stadt Schadensansprüche gegen die Verantwortlichen? Wann erfolgt der endgültige Abriss der Ruine Stadthalle? Wann wird auf der ehemaligen Liegenschaft Stadthalle wieder etwas Vorzeigbares entstehen? Die Antworten weiss bisher allein der Wind.








